Therapiemethoden
Gestalttherapie
Die Gestalttherapie basiert auf einem ganzheitlichen Weltbild, in dem der Mensch als Einheit von Körper, Seele und Geist eingebunden in ein soziales und ökologisches Umfeld, betrachtet wird.
Die Therapiemethode geht von einem lebenslangen Wachstumsprozess aus, sowie dem Potential und der inneren Selbstheilungskraft von Menschen zu geistig-seelischer Gesundheit, Wachstum und kreativen Lösungen.
Anpassungsformen, die in der Vergangenheit sinnhafte Antworten auf defizitäre Erziehungs- und Umwelteinflüsse gewesen sein mögen, werden in der gegenwärtigen Situation im „Hier und Jetzt“ neu bedacht, aufgearbeitet und neugestaltet.
Inhaltlich integriert die Gestalttherapie auch kunsttherapeutische- und körpertherapeutische Methoden.
Gestalttherapeutische Kunsttherapie
Die Kunsttherapie macht sinnliche als auch geistige Erfahrung und Verarbeitung von individuellen Lebensthemen möglich.
In der Begegnung mit dem eigenen Bild oder Kunstobjekt bietet sie eine Grundlage zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit.
Vor allem da, wo der eigene Sprachausdruck eines Menschen noch nicht so zugänglich ist, kann die Anwendung der kunsttherapeutische Methode seelische Übersetzung leisten.
Gesprächstherapie
In der personenzentrierten Gesprächspsychotherapie verhalte ich mich als Therapeutin nicht direktiv. Das bedeutet, dass der Patient über die Inhalte der Gespräche bestimmt und diese selbst auswählt. Der Patient findet durch die Unterstützung der Therapeutin selbst zu Lösungswegen, jeder weiß was das richtige für sich ist. Das Verhalten des Therapeuten ist der sich. bildenden Beziehung mit dem Patienten von drei wesentlichen Merkmalen gekennzeichnet.
Diese Merkmale sind:
die Unverfälschtheit
Empathie
bedingungslose Wertschätzung
Der Patient soll ein besseres Selbstverständnis, mehr Selbstbestimmung und ein positives Selbstkonzept gewinnen.
Ego-State-Therapie
Ist eine Ressourcen fokussierte und körperorientierte Psychotherapieform in welcher auch Elemente der Hypnotherapie vertreten sind. Das Hauptziel der Ego-State-Therapie ist die Integration der verschieden Persönlichkeitsanteile. Anstatt destruktive oder traumatisierte Anteile zu unterdrücken werden sie wertschätzend behandelt und in die Gesamtpersönlichkeit integriert. Das Ziel ist, die Kommunikation der Ich-Anteile untereinander im Sinne einer inneren Team-Arbeit zu verbessern und dadurch eine selbstbestimmte Persönlichkeit entwickeln zu können.
Paartherapie
Jede Partnerschaft erlebt Phasen der Nähe und Distanz, und manchmal scheint die Balance zwischen Beiden aus dem Gleichgewicht geraten. Konflikte, Kommunikationsprobleme oder das Gefühl sich voneinander entfernt zuhaben, können das Zusammenleben belasten. In unserer Paartherapie biete ich Ihnen einen geschützten Raum, um sich gemeinsam mit diesen Herausforderungen auseinanderzusetzen und neue Wege für Ihre Beziehung zu entdecken. In einer Paartherapie geht es darum, festgefahrene Muster zu erkennen, Missverständnisse aufzulösen und die Bedürfnisse beider Partner besser zu verstehen. Ob es um Alltagskonflikte, Vertrauensbrüche, unterschiedliche Lebensziele oder die Frage geht, wie die Beziehung sich entwickeln soll – eine professionelle Hilfe kann dabei helfen, Klarheit zu gewinnen und wieder Miteinander in den Dialog zu treten.
Familienaufstellung und Aufstellungen
Bei der Familienaufstellung wird das familiäre System eines Ratsuchenden durch Personen (innerhalb einer therapeutischen Gruppe) oder Symbole (in der Einzeltherapie) stellvertretend nachgestellt, mit dem Ziel negative und auch positive Muster zu erkennen und Konflikte herauszuarbeiten und Lösungen zu finden. Es können auch andere Beziehungssyteme durchleuchtet werden, wie z.B. Interaktionen am Arbeitsplatz, Beziehungen innerhalb des Freundeskreises, Beziehungen im schulischen Alltag und Interaktionen innerhalb der eigenen Persönlichkeitsanteile.
Psychotherapeutische Arbeit mit Träumen
Der Begriff „Traumdeutung“ bezieht sich auf die psychoanalytischen Theorien des Träumens vertretene Vorstellungen, das Träume zusätzliche (unbewusste) Informationen über die Person wichtige Themen vermitteln und das diese Informationen in der Psychotherapie konstruktiv genutzt werden können. Träume geben Hinweise, wohin die Persönlichkeitsentwicklung gehen könnte, ermöglichen wieder Interesse am Leben und neue Sinnerfahrungen, verweisen aber auch auf verdrängte Lebensthemen.
Körpertherapie
Die Körpertherapie behandelt die psychischen und körperlichen Dimensionen menschlichen Erlebens gleichwertig, dass heißt Körper und Psyche bilden eine nicht trennbare Einheit. Dabei wird die Körperwahrnehmung(z. B. Entspannung oder Anspannung ) als Möglichkeit genutzt unbewußte psychische Prozesse aufzudecken.
Das momentane körperliche Erleben während des Therapieprozesses steht im Fokus der Aufmerksamkeit.
EMDR – Traumatherapie
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung oder andere bilaterale Stimulationen bedeutet.
EMDR ist eine von der US-amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelte Behandlungsmethode der Posttraumatischen Belastungsstörung.
Bei der EMDR-Behandlung wird der Patient aufgefordert sein traumatisches Geschehen in Gedanken noch einmal wach zu rufen, gleichzeitig richtet er dabei z.B. seine Aufmerksamkeit auf die Hand der Therapeutin, welche sich hin und her bewegt (eine Variante der bilateralen Stimulation), womit die Augenbewegung zustande kommt.
Traumatische Erlebnisse sind im Gehirn in blockierten bzw. unvollständig integrierten Erinnerungsnetzwerken verankert. Durch die bilaterale Stimulation werden beide Gehirnhälften in Bezug auf ein traumatisches Ereignis aktiviert und synchronisiert, welches die Voraussetzung zur Verarbeitung eines traumatischen Erlebnisses ist.
Das Ziel ist, dass der Patient immer mehr Kontrolle über seine Gefühle, Gedanken und Handlungen zurück gewinnt und wieder selbstwirksam und autonom sein Leben bestimmt.
Feeling Seen
Ressourcen- und körperorientierte Therapie für Kinder, Jugendliche und Familien.
für mehr Informationen www.feeling-seen.de
I.B.T. – Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie für Säuglinge und Kleinkinder
Die Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie für Säuglinge, Kleinkinder und Vorschulkinder ist eine therapeutische Methode welche angewandt direkt mit den Kleinsten an deren traumatischen ersten Lebenserfahrungen (z.B. Operationen, Frühgeburt, allgemeines Geburtstrauma, Pflegekindsituation) gearbeitet werden kann. Gleichzeitig gehört das Verstehen und die Vermittlung des Bindungsverhältnisses zwischen den Bezugspersonen und dem Kind als tragende therapeutische Maßnahme dazu. Das bedeutet auch mit den Bezugspersonen muss das Traumaerleben gleichzeitig aufgearbeitet werden.
Behandlungsmöglichkeiten in den ersten drei Lebensjahren gibt es nur sehr wenige.
Die meisten psychotherapeutischen Behandlungsmethoden für dieses Lebensalter der Kinder setzen nur an den Eltern-Kind-Beziehungen an oder beschränken sich auf eine reine Beratung der Eltern. Eine einzigartige traumatherapeutische Behandlung mit dem Kind und den Bezugspersonen ist nach wie vor die Ausnahme.
Da der Mensch im Gegensatz zu vielen Tieren unreif zur Welt kommt, sind Kinder in den ersten Lebensjahren den Risiken einer Traumatisierung (z.B. durch eine OP) erhöht ausgesetzt, da sie in einer bedrohlichen Situation sich weder mitteilen, wehren noch fliehen können, also völlig hilflos sind. Daraus resultierend entsteht eine kritische Stresserfahrung, die auf Grund der noch nicht gefestigten Persönlichkeitsstruktur und der noch nicht abgeschlossenen Gehirnentwicklung fast unmöglich adäquat verarbeitet werden kann. Da die Sprache noch nicht oder kaum entwickelt ist, drückt sich eine schwer zu verarbeitende Belastungserfahrung bei Kindern immer auf körperlicher Ebene aus. Die Kleinen zeigen dann häufig eine verringerte Fähigkeit die eigenen körperlichen oder emotionalen Zustände zu regulieren.
Dies kann sich in Form von, exzessivem Schreien, Schlafstörungen, Störungen der Schlaf-Wach-Regulation, Fütter-und Gedeihstörungen. exzessivem Klammern, Somatischen Störungen wie häufige Bauch-Kopfschmerzen, exzessivem Trotzen, Motorische Unruhe und Spielunlust ausdrücken.
Die I.B.T.-Methode orientiert sich als erstes an der Unterstützung der Bindung zwischen Erwachsenem und Kind , bevor die traumatischen Erlebnisse ausschließlich mit dem Kind aufgearbeitet werden. Denn eine entspanntere Bindung des Eltern-Kindsystems kann als Ressource genutzt werden und wird in der Gegenwart verankert. Dadurch können psychische Widerstandskräfte (Resilienzen) des Kindes geweckt werden.
Eine Verknüpfung der bindungsbasierten Psychotherapie, Körpertherapie und bewährte kindgerechte Elemente der Traumatherapie in Form von Narrativen und Tapping (EMDR-Methode) erhöhen bei den Kleinsten eine deutliche Verarbeitungsleistung hinsichtlich ihrer traumatischen Erfahrung. Zur Kontrolle der Messung von Stress bei Babys dient ein Herzfrequenzgerät. So ist es möglich auch nonverbal über körperliche Zugänge die Kleinsten zu verstehen, um ihnen zu helfen.
